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Posts Tagged ‘Otaku’

Moe: Einen Baum pflanzen

Tuesday, July 13th, 2010

Vorsicht: Dieser Artikel enthält Spoiler zu Ys, Mystic Quest, Final Fantasy V, Final Fantasy VII, Vagrant Story und No More Heroes 2!

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Kyōkai no RINNE – Circle of Reincarnation

Monday, June 14th, 2010

1978 begann TAKAHASHI Rumiko mit Urusei yatsura ihre Karriere als eine der ersten Zeichnerinnen von shōnen manga (Comics für Jungen) und ihr großer Erfolg war eine weitere Station auf dem Weg der Etablierung von Frauen im japanischen Comicmedium. War der Erfolg von Zeichnerinnen wie HAGIO Moto und TAKEMIYA Keiko im Bereich shōjo manga (Comics für Mädchen) naheliegend, in gewisser Weise überfällig, bewies TAKAHASHI, dass Frauen es ihren männlichen Kollegen auch im Comicbereich deren ureigener Zielgruppe gleichtun konnten. Sie etablierte mit der Love Comedy ein neues Genre, in dem Themen wie Mädchen und Liebe aus dem shōjo manga mit Humor auch für Jungen interessant aufbereitet wurden. Meist gemischt mit fantastischen Elementen und dynamischer Action fanden solche Love Comedies regen Anklang und wurden auch von zahlreichen männlichen Zeichnern aufgegriffen.

Cover von Band 3, mit Sakura (rechts), Rinne (links unten) und Tsubasa (links oben)

Ihr neuester Manga, Kyōkai no RINNE,1 Kyōkai no RINNE erscheint seit April 2009 wöchentlich in der Shōnen Sunday, die Sammelbände seit Oktober 2009 und die deutsche Übersetzung seit Mai 2010. kehrt nach dem historischen Abenteuercomic Inu Yasha2 Mit 55 Bänden ist Inu Yasha ihr bisher längster Comic. Ähnlich wie in ihrer Kurzgeschichte Fire Tripper reist ein Schulmädchen, Kagome, aus der Jetztzeit in Japans ferne Vergangenheit, in die Bürgerkriegszeit des 16. Jahrhunderts. Titelfigur Inu Yasha ist Kagomes männlicher Beschützer, ein Halbdämon, mit dem sie es mit zahlreichen Monstern aufnimmt. zum „Love Comedy“-typischen Schulsetting zurück, auch die Komödienelemente sind wieder stärker ausgeprägt, aber eine richtige Love Comedy ist er trotz romantischer Untertöne nicht ganz. Vielmehr lässt er sich von der Grundidee mit der amerikanischen TV-Serie Ghost Whisperer vergleichen, allerdings setzt Kyōkai no RINNE eher auf skurille Ideen als auf kitschiges Melodram.

Wie seine beiden Vorgänger ist Held ROKUDŌ Rinne ein Halbling. War Ranma, der Held von TAKAHASHIs letzter echten Love Comedy Ranma 1/2 halb Junge, halb Mädchen und Inu Yasha aus dem gleichnamigen Comic halb Mensch, halb Hundedämon, ist Rinne halb Mensch und halb Sensenmann.3 Japanisch shinigami. Er hilft seiner Großmutter Tamako, einer echten „Sensenfrau“, die Seelen der Verstorbenen in ihr nächstes Leben zu überführen. Oft hält ein unerfüllter Wunsch diese Seelen als erdgebundene Geister davon ab, ihren Frieden zu finden. Indem Rinne diese Wünsche herausfindet und sie erfüllt, verhindert er, dass die geplagten Seelen zu gefährlichen bösen Geistern werden.

Erzählt wird die Geschichte aber wieder aus der Perspektive einer Heldin, MAMIYA Sakura. Als Kind hatte sie das Rad der Reinkarnation4 Rinne no wa. gesehen, einen Ort, den man vor seinem Ableben nicht aufsuchen darf, und war nur knapp einem überfrühten Tod entgangen. Seitdem kann sie ebenfalls Geister sehen und wird dadurch in Rinnes Angelegenheiten verwickelt. Sie hilft ihm dabei, den Seelen der Verstorbenen ihre Wünsche zu erfüllen. Und als in Band 3 der Exorzist JŪMONJI Tsubasa an ihrer Schule auftaucht, mit dem sie sich vor Jahren angefreundet hatte, weil er wie sie Geister sehen kann, werden auch ihre Gefühle für Rinne ein Thema. Tsubasa gesteht Sakura ihre Liebe und wird so zum Rivalen des scheinbar nicht interessierten Rinnes, womit auch das romantische Element wieder in den Vordergrund tritt.

Das Rad der Reinkarnation

Das Rad der Reinkarnation

Das bestimmende Thema bleibt aber Reinkarnation. Schon Rinnes Name bedeutet die sich wie ein drehendes Rad ewig wiederholende Abfolge von Leben, Tod und Wiedergeburt und auch der Titel Kyōkai no RINNE bezeichnet die Grenze zum nächsten Leben, dem Rad der Reinkarnation, zu dem Rinne die Seelen schickt. Wenn man den Tod nicht nur als Ende des Lebens sondern vielmehr als Allegorie für ein Ende im allgemeinen Sinn, also zum Beispiel für das Ende eines Lebensabschnitts, versteht, erhalten die unerfüllten Wünsche, die auf japanisch miren heißen, eine tiefere Bedeutung. Miren bedeutet wörtlich etwas, das im Ansatz bereits vorhanden ist, aber noch nicht ausgebildet wurde. So gesehen hilft Rinne den Seelen, einen Aspekt ihrer Persönlichkeit auszubilden und ermöglicht ihnen, zum nächsten Schritt im Leben überzugehen. Auch der Hintergrund der Geschichte, das Leben an der Schule, symbolisiert eine Station im Leben, in der die Persönlichkeit ausgebildet wird.

Aber Reinkarnation hat noch eine andere, comicspezifischere Deutart. In gewisser Weise reinkarnieren die Figuren aus den Comics von einer Serie in die nächste. TAKAHASHIs abstrakte Figurengestaltung prägte einen Stil, der bei uns mit dem Wort Manga allgemein assoziiert wird. Die Charaktere haben nur wenige Merkmale, durch die sie sich voneinander unterscheiden, weswegen ungeübte Leser sie leicht verwechseln können.5 Footnote preview: Der Grund dafür ist einfach, inspiriert von Zeichentrickfilmen wird die Figurengestaltung simpel gehalten, was eine ausreichende Menge an Seiten ermöglicht, die man innerhalb einer Woche für ein Kapitel zeichnen kann, eine Grundvoraussetzung für das Serienformat. Detaillierter gezeichnete Comics können selten mit dem Umfang, der Dynamik der Inszenierung und dem Tempo der Veröffentlichung ... Auch ähneln gewisse Figuren aus einer Serie oft sehr einer Figur aus einer anderen Serie desselben Zeichners. Der Begründer des Erfolgs japanischer Nachkriegsmanga, TEZUKA Osamu, verwendete sogar ein sogenanntes Star-System, hatte also feste Figuren, die er 1:1 in der nächsten Serie in einer anderen Rolle wiederverwendete, wie ein Ensemble von Schauspielern, das er als Regisseur seiner Comics auftreten ließ.

In TAKAHASHIs Mangas sind die Figuren darüberhinaus aber auch sehr niedlich6 Niedlich, auf Japanisch kawaii, das ist eine Grundvoraussetzung für moe, Gefühle für Comicfiguren, ein Phänomen, das laut dem selbst ernanntem Otaking OKADA Toshio auf den Zeichenstill von TAKAHASHI zurückgeht. und ihr Stil und das von ihr geprägte Genre Love Comedy sind eng mit dem (mit dem Beginn ihrer Karriere zeitlich zusammenfallenden) Aufkommen der sogenannten Otaku-Kultur verbunden. In bei Otaku beliebten Werken werden sogenannte Moe-Elemente,7 Siehe Dōbutsuka suru posuto modān, AZUMA Hiroki, 2001, S.65ff. bestimmte Aspekte einer Figurengestaltung, wie zum Beispiel die blauen Haaren von MIZUNO Ami aus Sailor Moon, in anderen Figuren aus anderen Serien wie AYANAMI Rei aus Neon Genesis Evangelion wieder aufgegriffen, und immer neu kombiniert. Fans eines bestimmten Figurentyps konsumieren die Werke, in denen ihre favorisierten Moe-Elemente in möglichst großer Zahl auftreten, und verfolgen so die Reinkarnation ihrer Lieblingsfigur von einem Manga in den nächsten. Die aber nie erwachsen wird und ewig im Schulalter bleibt, im selben Alter wie MAMIYA Sakura in Kyōkai no RINNE.

TAKAHASHI schrieb ihren persönlichen Bildungsroman Maison Ikkoku früh in ihrer Karriere, von 1980 bis 1987. Eine Love Comedy, die in Big Spirits, einem Magazin für junge Erwachsene,8 Footnote preview: Maison Ikkoku schaffte es anders als viele andere japanische Comics für ältere Leser auch zu uns nach Deutschland, dank dem Wiedererkennungswert von TAKAHASHIs Namen. Ansonsten haben erwachsene japanische Comics, die es durchaus in großer Zahl gibt, einen schweren Stand auf dem deutschen Markt, was auch zur vorherrschenden Wahrnehmung von stilistischen Eigenheiten und Alter der Zielgruppe von... erschien, und die auf fantastische Elemente und Schulsetting verzichtete und ihren Helden GODAI Yūsaku stattdessen durchs Studium begleitete und dabei die Beziehung zu OTONASHI Kyōko, der Hausverwalterin seines Wohnheims, kontinuierlich entwickelt. Von ihren längeren Serien ist Maison Ikkoku mit 15 Bänden die kürzeste, andere Serien von ihr für jüngere Leser, in denen die Figuren sich nicht wirklich weiterentwickeln, lassen sich deutlich länger fortführen und erfreuen sich noch größerer Popularität, auch bei älteren Lesern. Die Diskussion um Otaku, Moe und Bildungsroman war sicherlich ein Ausgangspunkt der Konzeption von Kyōkai no RINNE. Rinnes Seelsorge therapiert quasi auch den Leser.

  1. Kyōkai no RINNE erscheint seit April 2009 wöchentlich in der Shōnen Sunday, die Sammelbände seit Oktober 2009 und die deutsche Übersetzung seit Mai 2010. []
  2. Mit 55 Bänden ist Inu Yasha ihr bisher längster Comic. Ähnlich wie in ihrer Kurzgeschichte Fire Tripper reist ein Schulmädchen, Kagome, aus der Jetztzeit in Japans ferne Vergangenheit, in die Bürgerkriegszeit des 16. Jahrhunderts. Titelfigur Inu Yasha ist Kagomes männlicher Beschützer, ein Halbdämon, mit dem sie es mit zahlreichen Monstern aufnimmt. []
  3. Japanisch shinigami. []
  4. Rinne no wa. []
  5. Der Grund dafür ist einfach, inspiriert von Zeichentrickfilmen wird die Figurengestaltung simpel gehalten, was eine ausreichende Menge an Seiten ermöglicht, die man innerhalb einer Woche für ein Kapitel zeichnen kann, eine Grundvoraussetzung für das Serienformat. Detaillierter gezeichnete Comics können selten mit dem Umfang, der Dynamik der Inszenierung und dem Tempo der Veröffentlichung mithalten, die in Japan üblich ist. []
  6. Niedlich, auf Japanisch kawaii, das ist eine Grundvoraussetzung für moe, Gefühle für Comicfiguren, ein Phänomen, das laut dem selbst ernanntem Otaking OKADA Toshio auf den Zeichenstill von TAKAHASHI zurückgeht. []
  7. Siehe Dōbutsuka suru posuto modān, AZUMA Hiroki, 2001, S.65ff. []
  8. Maison Ikkoku schaffte es anders als viele andere japanische Comics für ältere Leser auch zu uns nach Deutschland, dank dem Wiedererkennungswert von TAKAHASHIs Namen. Ansonsten haben erwachsene japanische Comics, die es durchaus in großer Zahl gibt, einen schweren Stand auf dem deutschen Markt, was auch zur vorherrschenden Wahrnehmung von stilistischen Eigenheiten und Alter der Zielgruppe von Manga führt. []

Song Wars: Kultur als „Waffe“

Thursday, May 13th, 2010

Vorsicht: Dieser Artikel spoilert Macross, Mother/Earthbound Zero und Chrono Cross!

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NC2010 Impressionen: Chocolate Underground

Monday, April 19th, 2010

Dieser Film ist höchstwahrscheinlich der optisch unspekakulärste Anime, der je auf der Nippon Connection gezeigt wurde; dafür ist die Optik aber zuckersüß und der Plot sicher eine der mächtigsten Parodien, die ich in meinem Leben das Vergnügen hatte, sehen zu dürfen. Den Spieß umdrehen (gyakuten) ist eines der großen Themen der jüngeren Otaku-Literatur und Chocolate Underground gelingt dies überaus gut. Stellt sich nur noch die Frage, wie man mehr der Leute, an die sich die Aussage des Films richtet, zum Ansehen dieses köstlichen Zeichentrickfilms bewegen könnte.

Nippon Connection 2009 – Letzter Tag

Sunday, April 26th, 2009

Am Sonntag kehrte das schöne Wetter nach zwei Tagen Abstinenz zu alter Form zurück und es kamen nicht mehr ganz so viele Zuschauer wie noch am Samstag. Im Nippon Cinema wurden am letzten Tag nur drei Filme gezeigt, von denen aber gleich der erste mit einer Länge von 237 Minuten den Platz von zwei normalen Filmen einnahm. Auch am letzten Tag konnten die gezeigten Filme überzeugen, die fünf Tage vom 15.04.09 bis 19.04.09 waren für mich die mit der bislang besten Ausbeute an erstklassigen Filmen.

Love Exposure (Ai no mukidashi)

Diesen 4-stündigen Film von SONO Sion aus dem Jahr 2008 habe ich als einzigen des Nippon Cinema-Programms ausgelassen. Die Inhaltsangabe, die ich mir normalerweise erst nach Ansehen der Filme durchlese, weil ich unbelastet in die Vorstellungen gehen will, klingt jetzt, eine Woche später, zwar sehr interessant, und auch ein anderer Film SONOs, Noriko’s Dinner Table (Noriko no shokutaku) von 2005, den ich vor zwei Jahren auf der NC 2007 gesehen habe, war durchaus sehenswert, doch war bereits dieser um die drei Stunden lang und sehr anstrengend. SONO verlangt seinen Zuschauern viel ab. Dieses Jahr verpasst, habe ich mir aber mal den Kauf der DVD vorgemerkt.

Link: Offizielle Homepage des Films (japanisch).

Kakumei Shōjo – Men Imagining a Girl Revolution (Vortrag)

Um 15 Uhr hielt Sharon Kinsella im Rahmen des Nippon Culture-Programms einen Vortrag über revolutionäre Mädchenfiguren in der japanischen Popkultur und stellt die Frage, warum die Urheber dieser Figuren fast alle männlich sind. Die einzige Veranstaltung, die ich außerhalb des Nippon Cinema-Programms besuchte, war der eigentliche Grund, warum ich Love Exposure geschwänzt habe. Kinsellas Buch Adult Manga von 2000 ist eines der umfassendsten englischen Werke zum Thema japanische Comics, mit Schwerpunkt auf den Verlagsstrukturen hinter dem Medium Comic und auf Werke für ältere Leser (u. a. Gekiga, Seinen Manga und die Dōjinshi der ). Das langerwartete Nachfolgewerk, Girls and Male Imagination : Fantasies of rejuvenation in contemporary Japan ist schon seit Jahren angekündigt und dieser Vortrag bot schon mal einen Vorgeschmack auf dessen hoffentlich baldige Veröffentlichung.

Durch den Titel hatte ich schon eine ziemlich klare Vorstellung, was mich erwartete, doch wie schon in Adult Manga wusste Kinsella zu überraschen, behandelte vor allem auch die politischen Implikationen des Phänomens und zeigte Parallelen der Fantasien zur Realität auf, am Beispiel des sogenannten Enjō Kōsais, bezahlten Dates mit Schulmädchen, die oft die Grenze zur Prostitution überschreiten. Auf den ersten Blick alles andere als revolutionär, doch viele der sich vermeintlich prostituierenden Schulmädchen locken ihre „Freier“ in eine Falle, um ihnen ihr Geld ohne Gegenleistung abzuknöpfen, setzen sie sie mit Elektroschockgeräten außer Gefecht oder verbünden sich mit gleichaltrigen Jungen und machen regelrecht Jagd (Oyaji-gari) auf ihre Kunden, die alt genug sind, um ihre Väter sein zu können. Kinsella bezog sich auch auf den Film Bounce Ko Gals über eben dieses Thema von Regisseur HARADA Masato aus dem Jahr 1997, der auf der allerersten Nippon Connection 2000 als Abschlussfilm gezeigt wurde und damals mein Favorit war.

Homepage von Sharon Kinsella (englisch).

Talk Talk Talk (Shaberedomo shaberedomo)

Ein Film über Rakugo, eine traditionelle japanische orale Erzählform, bei der der Erzähler alle Rollen selbst interpretiert und sein Publikum mit witzigen Geschichten unterhält. TOYAMA ist selbst nicht gerade der beste oder erfolgreichste Rakugo-Erzähler, doch lässt er sich dazu überreden, Unterricht in seiner Kunst zu geben. Schließlich sind es sogar drei Schüler, die zwar keine ernsthafte Ambitionen haben, diese Kunst professionell auszuüben, sich aber mehr verbale Kompetenz im Alltagsleben erhoffen. Dieser Film aus dem Jahr 2007 von HIRAYAMA Hideyuki zeigt einmal mehr den Facettenreichtum der Filmauswahl des Festivals, nicht nur in diesem Jahr. Sehr unterhaltsam bringt er dem Zuschauer eine auch in Japan in Vergessenheit zu geraten drohende traditionelle Kunst näher, mit Erfolg, er war der dritte in der Gunst des Publikums um den Nippon Cinema Award.

Link: Offizielle Homepage des Films (japanisch).

All Around Us (Gururi no koto)

HASHIGUCHI Ryōsuke neues Werk aus dem Jahr 2008 thematisiert die Ehe von Shōko und Kanao über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Kanao nimmt eine Stelle als Gerichtszeichner an, als der er für einen TV-Sender Porträts von Angeklagten anfertigt, die nicht mit Kameras gefilmt werden dürfen. So bizarr die Fälle teilweise sind, mit denen er bei seiner Arbeit konfrontiert wird, so zynisch ist der Umgang seiner fernsehschaffenden Kollegen mit diesen Fällen, die sie als Unterhaltung verkaufen. Auch Shōkos Arbeit als Redakteurin für einen kleinen Verlag ist nicht weniger stressig, doch es sind andere Schicksalsschläge, die sie in Depressionen treiben. Kanaos stoische Gefühlsverleugnung gibt Shōko wenig Halt, sie wünscht sich mehr emotionales Feedback von ihm.

In der Eröffnungsszene erinnert der Film mit seinen offenen Gesprächen über Sex einen Moment lang fast an Sex and the City, doch zeigt er dem westlichen Zuschauer noch auf ganz anderen Ebenen kulturelle Unterschiede auf, was man in Japan alles offen ansprechen kann und was eben nicht. Die Sensibilitäten unterscheiden sich ziemlich, entgegen der allgemeinen Auffassung, Japaner seien immer höflich und zurückhaltend, sind sie oft direkter, als es wiederum in westlichen Kulturkreisen angemessen wäre.

Link: Offizielle Homepage des Films (japanisch).

Überblick Nippon Connection 2009

Nippon Connection 2009 – 2. Tag

Saturday, April 18th, 2009

Auch am Donnerstag habe ich mir wieder alle Filme angesehen, die im Rahmen des Nippon Cinema Programms gezeigt wurden. Das Festival hat mit Videoproduktionen (Nippon Digital), Retrospektiven (Nippon Retro, dieses Jahr über Pink-Filme) und kulturellem Rahmenprogramm (Nippon Culture) natürlich noch viel mehr zu bieten, aber ich konzentriere mich für gewöhnlich auf die Kinoproduktionen. Nippon Cinema zeigt aktuelle Filme, selten älter als ein Jahr und alle Filme, die ich im folgenden beschreibe, stammen aus dem Jahr 2008.

Vacation (Kyūka)

Schauplatz dieses Dramas von KADOI Hajime ist der Todestrakt einer japanischen Strafanstalt, dessen Alltag am Beispiel eines Häftlings und seiner Wärter dargestellt wird. Das Verbrechen, für das der Insasse KANEDA zum Tode verurteilt wurde, wird im Film nicht offen benannt, eine kurze Halluzinationsszene in seiner Zelle und der Besuch seiner jüngeren Schwester geben dem Zuschauer aber recht klare Hinweise. Hauptfigur ist jedoch einer der Wärter, HIRAI, der bald die alleinerziehende Mika heiraten wird, die einen Sohn im frühen Grundschulalter mit in die Ehe bringt. Die Darstellung der Entwicklung seiner Beziehung zu seiner neuen Familie ergänzt den Film um Szenen außerhalb des abgegrenzten Gefängniskosmoses.

Den Wärtern, die bei der unausweichlichen Vollstreckung des Urteils teilnehmen, wird Sonderurlaub von bis zu einer Woche gewährt, was für den traumatisierenden Effekt dieser Aufgabe entschädigen soll. Der Film hält sich mit Wertungen zurück und zeigt einfach nur, wie schwer die Situation sowohl für den Täter wie auch für die Vollstrecker seiner Strafe ist. Es bleibt also dem Zuschauer überlassen, die Frage nach richtig und falsch zu stellen. Letztlich bestätigt der Film die Institution Todesstrafe, ohne sie aber zu rechtfertigen. Vielmehr zeigt er, wie sich Menschen mit Gegebenheiten arrangieren (können).

Link: Offizielle Homepage des Films (japanisch).

20th Century Boys (Ni-jū seiki shōnen)

Wer die Comic-Vorlage von URASAWA Naoki kennt, weiß, was ihn hier erwartet. Regisseur TSUTSUMI Yukihiko ist es gelungen, weit über 1000 Seiten Comic ziemlich originalgetreu in 142 Minuten zu packen. In insgesamt drei Filmen (von denen der erste auf der gezeigt wurde) deckt er 22 Bände (plus die beiden der Fortsetzung) von je etwa 200 Seiten ab. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, das Budget von 6 Milliarden Yen (etwa 46 Millionen Euro) hat sich definitiv ausgezahlt.

Kenji und seine Freunde aus Kindheitstagen sind ganz gewöhnliche Erwachsene, die mit einer außergewöhnlichen Aufgabe konfrontiert sind. Ähnlich wie Alan Moores Watchmen wirft 20th Century Boys die Frage auf, was passieren würde, wenn jemand Comicheldenfantasien in die Tat umsetzen würde. In zeitlich ständig wechselnder Perspektive wird spannend rekonstruiert, wie die Protagonisten sich als Kinder zunächst ausmalen, dass ein böser Schurke zum Ende des 20. Jahrhunderts die Menschheit auslöschen wird und wie dieses Schreckensszenario schließlich von einem maskierten Sektenführer in der Gegenwart in die Tat umgesetzt wird, in all seinen lächerlichen, aus kindischen Comicfantasien entsprungenen Details. Kenji und seine Freunde müssen die Rolle der weltrettenden Helden ausfüllen, werden von dem Schurken, der nur unter dem Namen Freund bekannt ist, in den Augen der Welt aber als böse Terroristen dargestellt.

URASAWAs Kommentar zum Wandel in der japanischen Comiclandschaft und deren zunehmende fizierung fällt deutlich konservativer aus als der von SATOMI Tadashi, dessen Spiel Persona 2 Innocent Sin im selben Jahr (1999) wie der erste Band von 20th Century Boys erschien, und zu dem Film wie Comic deutliche Parallelen aufweisen. Man muss mit URASAWAs Aussage nicht übereinstimmen, aber das hohe erzählerische Niveau und die Bedeutung des Werkes im Kontext japanischer Comicgeschichte sprechen für sich.

Link: Offizielle Homepage des Films (japanisch).

Still Walking (Aruite mo aruite mo)

Filme über Familientreffen sind so zahlreich, sie stellen praktisch ein eigenes Untergenre des Drama. Dieser Vertreter unterscheidet sich jedoch schon durch den Anlass von ähnlichen Filmen aus dem Westen. Kein Feiertag, sondern der Todestag des ältesten Sohnes führt die Familie YOKOYAMA zusammen. Junpei hätte in die Fußstapfen seines Vaters treten und dessen Arztpraxis übernehmen sollen, ist aber vor 15 Jahren bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Sein mittlerweile 40 Jahre alter Bruder Ryōta weigerte sich, an seine Stelle zu treten und ging eigene Wege. Er und seine ältere Schwester besuchen am Todestag ihres Bruders mit ihren Familien das Haus ihrer Eltern.

Mit witzigen, aber authentischen Dialogen, psychologisch überzeugenden Charakteren und leisen Konflikten zwischen den Generationen zeichnet Regisseur KORE-EDA Hirokazu ein differenziertes Bild einer japanischen Familie im neuen Jahrtausend. Er muss keine Extreme bemühen, um Probleme zu beleuchten.

Link: Offizielle Homepage des Films (japanisch/englisch).

Ichi

Die Geschichte des blinden Schwertkämpfers Zatōichi wurde oft adaptiert, zuletzt sehr modern von KITANO Beat Takeshi. Diese neue Version von Regisseur SORI Fumihiko fällt deutlich orthodoxer aus, variiert den Stoff aber geschickt, indem sie die Hauptfigur diesmal zu einer Schwertkämpferin macht (gespielt von AYASE Haruka). Tatsächlich hat Ichi alles, was ein guter Samurai-Film braucht, lediglich der finale Showdown hätte etwas weniger vorhersehbar sein dürfen.

Rapid Eye Movies wird den Film ab dem 14. Mai deutschlandweit in die Kinos bringen. Zwar reicht er an die KITANO-Version nicht heran, ist für sich aber ein sehr gelungener Genrefilm und gerade wegen seiner othodoxen Umsetzung für einige Fans vielleicht sogar die bessere Wahl.

Link: Offizielle Homepage des Films (japanisch).

Überblick Nippon Connection 2009

Densha Otoko / Train Man

Wednesday, December 24th, 2008

Densha Otoko ist ein japanischer Blockbuster aus dem Jahr 2005 und erzählt die „wahre Liebesgeschichte“ einer schönen Frau und eines . Dieser ist 22 Jahre alt, hatte sein ganzes Leben noch keine Freundin, ist Anime und Videospiele-Otaku und verbringt viel seiner Zeit im Tokioter Elektronikviertel Akihabara. Eines Tages hilft er, halb aus Zivilcourage, halb zufällig, einer jungen Frau, die im Zug von einem betrunkenen Mann mittleren Alters belästigt wird. Nachdem sie gemeinsam bei der Polizei ihre Zeugenaussagen abgegeben haben, fragt ihn die Frau nach seiner Adresse, weil sie sich bei ihm bedanken will. Wenige Tage später erhält er ein Paket von ihr mit einer hochwertige Tasse der Marke Hermes und ihrer Telefonnummer.

Unser Held ist außerdem ein 2 Channeller, das heißt er schreibt Beiträge auf der größten japanischen Internet-Message-Board-Seite namens 2ch (lies Ni Channel, also auf Deutsch in etwa Kanal 2). Dort berichtet er von seinem Erlebnis im Zug und fragt die „Einwohner“ (jap. „jūmin“, engl. „Regulars“) des Unterboards (oder „Threads“), wo er „postet“, wie er auf das Geschenk reagieren soll. Angespornt von deren Zuspruch fasst er den Mut, sie anzurufen, um sich für das teure Geschenk mit einer Einladung zum Essen zu bedanken. Die Frau, die von den anderen 2 Channellern kurzerhand nach der Marke der geschenkten Tasse „Hermes“ getauft wird, nimmt die Einladung an, und der Otaku, der von da an als „Densha Otoko“ (Train Man) bekannt ist, unterzieht sich beraten von den anderen 2 Channellern einer Generalüberholung, um für das Essen gut auszusehen.

Das besondere an dieser Geschichte ist, dass sie auf tatsächlichen Beiträgen von der 2ch-Seite aus dem Jahr 2004 basiert. Die Threads über seine Erlebnisse wurden zunächst in Buchform gesammelt und danach als Film, TV-Serie und Comics weiter vermarktet, mit immensem Erfolg. Das im Film vorkommende Message-Board wird zwar nie offen als 2ch bezeichnet, doch weisen das Webdesign, die verwendeten Internetausdrücke, die dort ihren Ursprung haben, und die typischen ASCII-Arts offensichtlich auf diese Seite hin. In gewisser Weise kann man Densha Otoko als 2ch – Der Film bezeichnen. Er setzt der Internetsubkultur dieser Seite quasi ein filmisches Denkmal.

Das besondere an 2ch-Boards im Vergleich zu westlichen Internetforen ist, dass sie noch viel anonymer sind als bei uns. Eine Anmeldung ist für das Schreiben von Beiträgen weder erforderlich noch möglich. Verfassernamen sind völlig optional, wer keinen Namen angibt, bekommt je nach Board eine Variante des Wortes „nanashi“ (auf deutsch: ohne Namen, anonym) zugewiesen. Auf dem Board aus dem Film lautet dieser „Mr. Nanashi-san“ (eine beabsichtigte Tautologie). Der Densha Otoko ist auch der einzige, der im Film unter einem festen Namen Beiträge schreibt, die anderen Einwohner sind für ihn nur an ihren Sprachstilen zu unterscheiden, wobei der Zuschauer aber sehen kann, wer welchen Beitrag schreibt. Mit Rat und Tat stehen ihm die drei Militär-Otaku Yoshiga, Tamura und Mutō, der Salaryman Hisashi, die Hausfrau Michiko, der Hikikomori Hirofumi und die Krankenpflegerin Rika zur Seite.

Der Film zeichnet die sich entwickelnde Beziehung von Densha Otoko und Hermes, die Hürden, die er mithilfe seiner 2ch-Freunde meistert (selbst während der Verabredungen liest er ihre Kommentare auf seinem internetfähigem Handy) und den Wandel seines Aussehens, seines Verhaltens und der Art, wie seine Umwelt auf ihn reagiert. Natürlich läuft nicht alles glatt, aber am Ende ist sein Erfolg auch für die anderen 2 Channeller ein Hoffnungsspender, der sie dazu ermutigt, ihr Leben ebenfalls zu ändern.

2ch hatte lange Zeit keinen besonders guten Ruf. Zwar deckt die Seite mit ihren Hunderten von Boards zahlreiche Rubriken wie Nachrichten, Gesellschaft, Beruf, Kultur, Studium, Elektronik, Essen, Alltagsleben, Hobby, Sport, Reisen, TV, Kunst, Glücksspiel, Videospiele, Comics, Musik, Gesundheit, PC, Internet, Erotik, Lokalinfos, uvm. ab und hat dementsprechend viele Nutzer, doch sind die großgeschriebene Anonymität und das resultierende große Maß an Meinungsfreiheit vielen suspekt, und nicht jeder Nutzer gibt gerne zu, dort Beiträge zu verfassen oder auch nur die Seite zu lesen. Der Erfolg von Densha Otoko rückte sowohl 2ch wie auch die Otaku, die die Seite ebenfalls als Informationsplattform nutzen, in ein positiveres Licht und machte sogar das Wort Moe salonfähig, mit dem männliche und weibliche Otaku ihre Gefühle für Comicfiguren ausdrücken.

Otaku lastet das Stigma an, sozial nicht kompetent und im schlimmsten Fall pädophil zu sein. Der Film gesteht soziale Unbeholfenheit zu, räumt aber den Pädophilie-Vorwurf aus. In einer Szene ist ein junges Mädchen im Zug eingenickt und lehnt ihren Kopf an die Schulter des Densha Otokos, was ihm sichtlich unangenehm ist. Er versucht eine am Boden liegende Fahrkarte, die anscheinend dem Mädchen gehört, aufzuheben und ihr zu geben, ohne sie dabei aufzuwecken. Diese Szene spielt auf den ewigen stillen Verdacht an, mit dem sich Otaku konfrontiert sehen, der sich aber nicht bestätigt. Und wie selbstverständlich verwendet einer der Militär-Otaku das Wort Moe, das meist für unbedrohliche kleine Mädchen (oder auch androgyne Jungen) aus Zeichentrickfilmen reserviert ist, um seine Begeisterung für die erwachsene Hermes auszudrücken. Moe wurde daraufhin zu einem regelrechten Modewort und für alle möglichen Dinge benutzt.

Nach seiner japanischen Kinoaufführung am 04.06.2005 wurde der Film auch auf internationalen Festivals wie der 2006 englisch untertitelt gezeigt. Eine japanische DVD kam am 09.12.2005 auf den Markt, die US-Fassung Train Man erschien ein Jahr später am 22.09.2006. Die verschiedenen Densha Otoko-Comics wurden teilweise ebenfalls unter dem Titel Train Man ins Englische und Deutsche übersetzt, ebenso wie das Buch, in dem die originalen Internetbeiträge gesammelt sind.

No More Heroes

Thursday, February 7th, 2008

Heute habe ich endlich No More Heroes für durchgespielt. Die japanische Version, die nicht ganz so brutal ist wie die amerikanische: statt in Blutfontänen zu explodieren, verbrennen getötete Gegner zu Asche. Trotzdem hat es in Japan die zweithöchste Altersfreigabe ab 17 Jahre erhalten. Die erinnert an Filme wie Kill Bill Vol. 1 und dank der innovativen Wii-Steuerung macht es wirklich Spaß, sich mit den zahlreichen Gegnern und den 10 Endgegnern zu messen.

Travis Touchdown, ein abgewrackter (Fan von japanischen Zeichentrickfilmen) aus der fiktiven amerikanischen Stadt Santa Destroy, erhält ein Beam Katana (ein Laser-Schwert, wie man es aus den Star Wars-Filmen kennt) und damit die Chance, ein Killer von Rang und Namen zu werden. Mit jedem Killer, den er tötet, steigt er in der Rangliste der Killer von Santa Destroy und kommt so seinem Ziel näher: Sex mit der schönen Silvia, die ihn im Auftrag der United Assassin’s Association (abgekürzt UAA) bei seinen Morden begleitet.

Travis benutzt sein Beam Katana ganz klassisch mit dem A-Knopf. Hat er einen Gegner fast erledigt, wird es Zeit für den Gnadenstoß: Ein Pfeil erscheint auf dem Bildschirm und der Spieler muss die Fernbedienung in die entsprechende Richtung bewegen und empfindet so den Angriff von Travis nach. Auch Würfe werden mit der Fernbedienung ausgeführt: ist ein Gegner groggy, kann man ihn mit B packen und durch gleichzeitige Bewegungen von Fernbedienung und dem Nunchuk stilvol in den Boden stampfen.

Die Kämpfe finden an verschiedenen Orten in Santa Destroy statt. Ähnlich wie in GTA kann man sich frei in der Stadt bewegen und verschiedene Aufträge übernehmen, um Geld zu verdienen. Das Spiel ist wie eine Mischung aus GTA und Killer7, einem früheren Spiel von Regisseur (lies SUDA Gōichi). Diese beiden Spiele konnten mich zwar nie reizen, aber mir liegen die Schwertkämpfe von NMH auch sehr viel mehr als das Geballere in Killer7.

Zunächst muss Travis Gelegenheitsjobs übernehmen, wie Müll einsammeln, Graffitis entfernen und Autos mit Benzin tanken. Auch hier kommt die Bewegungssteuerung der Wii zum Einsatz. Durch ein Hochschnippen der Fernbedienung wird ein anvisiertes Müllteil in den Müllkorb auf Travis Rücken befördert. Durch Schütteln von Fernbedienung und Nunchuk werden Graffitis abgeschrubbt.

Hat er diese Jobs erfolgreich bestanden, werden Travis Aufträge als Auftragskiller angeboten. Mit dem Geld, das er so verdient, bezahlt er die Zulassung zu Ranking Matches mit den 10 besten Killern in der Stadt. Diese sind spielerisch sehr abwechslungsreich und alle ziemlich schräg. Ich will ja nichts vorwegnehmen, aber die Endgegnerkämpfe sind, wie man erwarten kann, das Highlight des Spiels.

Das Spiel hat komplett englische Sprachausgabe mit japanischen Untertiteln. Die Dialoge sind sehr cool geschrieben und strotzen nur so vor abgedrehtem Humor. Dieser Humor zeigt sich auch in der Art des Speicherns: gespeichert wird auf der Toilette. In Japan und den USA bereits erschienen, kommt das Spiel am 29.2.2008 auch nach Europa. Wahrscheinlich ohne Blut, aber ich finde es so fast besser. Hier noch der Vorspann des Spiels und im Anschluss eine Gameplay-Vorstellung:


Link: Offizielle Homepage des Spiels (japanisch).