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Posts Tagged ‘WiiWare’

Chindōchū!! Pole no daibōken

Thursday, February 26th, 2009

-Spiele sind schwer im Kommen, besonders auf Handhelds und den Download-Diensten der aktuellen Konsolen. Für letztere erschien im September 2008 Mega Man 9, das sich auf die Ursprünge der Serie zurückbesinnt, komplett mit -typischem 8-bit-Stil und hohem Schwierigkeitsgrad. Für DS gibt es mit Game Center CX: Arino no chōsenjō (im Westen Retro Game Challenge) bereits zwei Sammlungen von neuen Spielen im 8- und 16-bit-Stil. Game Center CX ist eine japanische TV-Sendung, in der die Moderatoren alte Spiele vorstellen und spielen. Diese ist so populär, dass dazu die oben genannten DS-Titel entwickeln ließ. Häufig parodieren diese Retro-Spiele bereits existierende Titel, so auch s Chindōchū!! Pole no daibōken (Auf Erlebnisreise!! Poles großes Abenteuer), das die Pioniere des -Genres Super Mario Bros. und Pitfall veräppelt, aber auch Segas eigenes Shinobi.

Cowboy Pole (gesprochen wie der englische Stab) muss wie viele 8-bit-Helden vor ihm seine entführte Freundin Sharon befreien. Mit dem 1-Knopf schießt er seine Pistolen ab und mit dem 2-Knopf springt er. Die Mario-typischen Ziegelblöcke zertrümmert er jedoch nicht durch Dagegenspringen, sondern mit den Pistolenschüssen, ebenso entlockt er damit Fragezeichen-Blöcken Items. Das Spielgeschehen ist in klassisch-niedlicher Sprite-Ästhetik dargestellt, die Zwischensequenzen in pixlig-realistischem Porträtstil, ein durchaus beabsichtigter stilistischer Bruch, der nur eines von vielen 80-er Jahre Spiele-Klischees ist, die parodiert werden.

Der Clou sind die Kommentare Poles, die als bunt und fett geschriebener Text auf dem Bildschirm erscheinen und auch mit Sprachausgabe wiedergegeben werden. Schon Poles Dialekt wirkt witzig, er spricht den von japanischen Komödianten gerne verwendeten Kansai-ben. Neben dem Durchspielen ist das eigentliche Ziel des Spiels, alle 100 Situationen, die von Pole mit einem ironischen Kommentar bedacht werden, zu finden.

Es gibt vier Sorten von Items, die aus farblich unterschiedenen Fragezeichenblöcken gewonnen werden: 1-Ups/Extraleben, Pistolenupgrades, Unbesiegbarkeitstränke und Pilze. Wie zu erwarten lassen letztere Pole wachsen, doch ist der Effekt im Detail immer unterschiedlich und selten wirklich nützlich. Der Fortschritt wird automatisch gespeichert und man kann in jeder beliebigen Welt beginnen, bis zu der man bereits gespielt hat. In der Galerie kann man die gefundenen Gags einsehen und nachprüfen, an welchen Stellen noch zu entdeckende Gags sich ungefähr befinden.

Damit der Spieler schnell in den Genuss aller Gags kommt, ist der Schwierigkeitsgrad von Pole no daibōken absichtlich niedrig gehalten, man kann es ohne Probleme in 1-2 Stunden durchspielen. Wie in vielen 8-bit-Spielen üblich, gibt es aber einen zweiten, schwereren Durchgang mit mehr und gefährlicheren Gegnern. Produziert wurde es von MIYOSHI Takao, der z. B. an Phantasy Star Universe gearbeitet hat. Poles Kommentare sind geschrieben von den TV-Comedy-Autoren ENDŌ Takashi, TAKAHASHI Rinrei und dem Anime-Autor SUGIHARA Ryōichi.

Chindōchū!! Pole no daibōken ist am 03.02.2009 für im japanischen Shopping-Kanal erschienen. Es kostet 500 Nintendo-Punkte, was im europäischen Shopping-Kanal 5€ entspräche und ein fairer Preis für dieses kurze, aber unterhaltsame Spiel ist. Eine Veröffentlichung außerhalb Japans ist noch nicht angekündigt, aber durchaus möglich.

Link: Offizielle Homepage des Spiels (japanisch). Alternative Titel: Paul, Great Adventure, Daibouken, Daibôken.

LostWinds

Monday, January 5th, 2009

LostWinds war einer der Starttitel des im Mai 2008 angelaufenen Download-Service , Nintendos Antwort auf und . Konnte man vorher nur emulierte Klassiker für alte Konsolen auf herunterladen, erweiterte Nintendo mit WiiWare den Wii-Shop um extra für Wii entwickelte Niedrigpreisspiele, die nur über das Internet zu kaufen sind. LW wurde entwickelt von Frontier Developments in Cambridge und ist ein charmanter , der Elemente von Kirby’s Power Paintbrush und (speziell Phantom Hourglass) kombiniert.

Mit dem Controlstick steuert man den kleinen Toku, der dem Windgeist Enril helfen muss, die Wiederkehr des bösen Balasar zu verhindern. Toku kann selbst nicht springen, aber mit dem von der Fernbedienung gesteuerten Enril kann man den Wind wehen und Toku so hüpfen lassen. Auch Gegenstände und Gegner kann man so bewegen, ebenso Wasser aus Bächen und Flammen aus Fackeln. Im Laufe des Spiels erlernt man, ähnlich wie in Zelda, mehr und mehr Fähigkeiten, die immer neue Wege eröffnen. Sie basieren alle darauf, mit der Fernbedienung Pfade für den Wind zu zeichnen, ähnlich wie man es aus den oben genannten DS-Spielen entsprechend mit dem Touchpen kennt.

Das Spiel ist in dargestellt, spielt sich aber ganz traditionell in einer -Ebene. Die Grafik ist schlicht und zweckmäßig, aber hübsch animiert. Auch die Soundkulisse ist schön atmosphärisch. Allerdings überzeugt LW eher spielerisch als durch die Präsentation.

Toku kann bis zu vier Mal durch gegnerische Angriffe oder tiefe Stürze Schaden nehmen, bevor er ohnmächtig wird. Durch das Essen von Früchten kann er seine Energie aber wieder auffüllen. Falls er doch einmal seinen Verletzungen erliegt, kann Enril ihn durch Zufächeln von Wind wiederbeleben. Dabei verbraucht man Reserveenergie, die z. B. von besiegten Gegnern hinterlassen wird und die man mit Enril aufsammeln und in drei Krügen aufbewahren kann. Jede Wiederbelebung kostet jeweils einen ganzen Krug.

Mit Z spricht man mit Leuten, isst Früchte, hebt Samen und ähnliches auf oder greift im Boden steckende Früchte oder Ziehschalter. Durch Gedrückthalten und Loslassen von A oder B lässt man den Wind entlang der mit der Fernbedienung gezeichneten Pfade wehen. Je nach Knopf hat der Wind unterschiedliche Eigenschaften.

Wem die oben genannten DS-Titel gefallen haben, der bekommt mit LW den ersehnten Nachschub. Nur leider nicht allzu viel davon, denn kaum hat LW angefangen, ist es auch schon wieder vorbei. Mit 3 bis 4 Stunden ist es selbst für meinen Geschmack etwas zu kurz. Die Story verspricht ein großes Abenteuer, man kann aber nur den Anfang davon spielen. Eine Fortsetzung ist, wen wunderts, bereits angekündigt. Natürlich ist die Länge für den Preis von 1000 Nintendo-Punkten (maximal €10) durchaus angemessen, auch Braid ist mit etwa 6 bis 8 Stunden für €14,40 nicht so viel länger. Allerdings war die Story in Braid in sich abgeschlossen und man war nicht überrascht, dass es plötzlich schon vorbei war.

Am 24. Dezember 2008 wurde LW von endlich auch in Japan im Wii-Shop veröffentlicht. In Deutschland ist es bereits seit dem 20.05.2008 erhältlich. Mit 259 Blocks belegt es in etwa so viel Speicher wie ein -Titel, am begrenzten internen Speicher und mangelnder Festplatte liegt die kurze Spielzeit also nicht notwendigerweise. Dafür ist wohl eher das begrenzte Budget verantwortlich und die Tatsache, dass das Spiel ein Resultat eines Frontier internen Design-Wettbewerbs namens „Game of the Week“ war, bei dem Ideen gesucht wurden, wie man die Wii-Fernbedienung für neue Spielkonzepte nutzen könne. Frontier-Designer Steve Burgess ließ sich dafür von der Natur inspirieren und sein Konzept für LW wurde schließlich einer der Starttitel von WiiWare. Es bleibt zu hoffen, dass sich Frontier für den Nachfolger mehr Zeit nehmen und den Umfang deutlich steigern. Dafür dürfen sie dann gerne auch etwas mehr verlangen.

Link: Offizielle Homepage des Spiels.